000037 von Turmfalke, Motzen (26.10.2009 10:38 Uhr)

"Bürgerkrieg in Motzen: Anschlag auf die Bürgerinitiative?"

Bild1 In der Nacht zu Samstag, den 24. Oktober 2009, wurden im Mittenwalder Ortsteil Motzen alle Reifen von vier Autos zerstochen. Alle vier Autos gehören Mitgliedern der Bürgerinitiative Motzen. Weitere Autos wurden nicht beschädigt, obwohl in der Nähe der drei Tatorte weitere Fahrzeuge parkten, die jedoch nicht der Bürgerinitiative zugeordnet werden. Es wird daher vermutet, daß es sich um einen gezielten Anschlag gegen die Bürgerinitiative handelt. Die Polizei will den Fall an den Staatsschutz übergeben. Der Sachschaden wird auf knapp zweitausend Euro geschätzt.

Die Bürgerinitiative Motzen kämpft seit anderthalb Jahren für die Wiederherstellung einer Badestelle am Motzener See. Streitgegenstand ist hier ein kurzer Abschnitt eines Uferstreifens, der sich im Eigentum des Landes Brandenburg befindet und seit je her als öffentlich zugängliche Badestelle und zur allgemeinen Naherholung genutzt wurde. Nach dem Verkauf des angrenzenden Grundstückes einer früheren Gaststätte an vier private Häuslebauer wurde jedoch der öffentliche Uferstreifen derart "umgestaltet", daß eine öffentliche Nutzung in der bisherigen Art und Weise unmöglich wurde.

Die Bürgerinitiative ist der Ansicht, daß eine derartige Eskalation des Streites hätte vermieden werden können, wenn das mittenwalder Ordnungsamt unter Bürgermeister Uwe Pfeiffer (CDU) zeitnah und konsequent durchgegriffen hätte und für die Wiederherstellung von Recht und Ordnung gesorgt hätte. Von effektiven Maßnahmen seitens der Staatsgewalt zur Wiederherstellung des rechtmäßigen Zustandes ist jedoch weiterhin nichts zu merken.

Wann wird die Stadtverwaltung von Mittenwalde (speziell das Ordnungsamt) unter Bürgermeister Uwe Pfeiffer (CDU) endlich tätig?