000024 von Mario Winkelbaum, Zossen (25.09.2009 13:03 Uhr)

"wer hat Recht ?? oder nur eine Meinung ?"

liegen die Meinungen bei Rechts- oder Linksextremismus in Zossen nicht dicht beieinander?
Bild1(Foto Quelle: plan B Zossen.de) Ein Beitrag von Thomas Böhm (Plan B) in der MAZ regt wenigstens zur Diskussion an.
Diskusion bedeutet jedoch dass mindestens zwei gegenüber stehen [oder sitzen ;-)]und miteinander sprechen.

Sprechen und argumentieren ist in Zossen jedenfalls nicht die Eigenschaft, die öffentlich gepflegt wird.
Auch ein gesundes Streitgespräch kann durchaus sinnvoll sein, wenn auch der vermeintliche Gegner die
Gelegenheit hat sich zu äussern.
Zivilcourage kann jedenfalls nicht bedeuten, dass vermeintlich gegenseitig "politisch motivierte"
Anschläge auf Besitz, Einrichtungen bis hin zu Drohungen gegen Personen ausgetauscht werden in der Hoffnung
der "gegner" wird schon aufgeben. Man kann es auch übertreiben. Mit Demokratie jedenfalls hat das wohl
nicht viel zu tun.


lesen Sie selbst und bilden sich eine Meinung

Zitat
POLITIK: „Zivilcourage macht Spaß“
Diskussion zum Thema Demokratie

ZOSSEN - Die Rechtsextremisten mussten draußen bleiben - im Gemeindesaal in Zossen diskutierten am Montagabend
Politiker auf Einladung der Bürgerinitiative „Zossen zeigt Gesicht“ und der evangelischen Kirche mit rund 70 Bürgern
darüber, wie sicher die Demokratie ist und wie man vor Übergriffen geschützt werden kann.
Demokratie funktioniere nur, so der Bundestagskandidat der Linken, Steffen Kühne, wenn sich die Menschen an ihr
beteiligen. Leider nutzten viele diese Möglichkeit nicht mehr, weshalb die politische Auseinandersetzung verflache.
Diesen „Makel der Demokratie“ nutzten deren Gegner und stießen dabei in Bereiche vor, wo die Zivilgesellschaft
versage, wie zum Beispiel in der Jugendsozialarbeit, so Kühne.
Jeder habe das Recht, Vereinigungen zu gründen, das mache die Demokratie aus - gefährde sie aber zugleich,
so CDU-Bundestagskandidatin Tamara Zieschang. Wichtig sei, dass alle gesellschaftlichen Kräfte zusammenarbeiten.
Als Beispiel nannte sie die Verschwörer des 20. Juli 1944, die aus allen Bereichen kamen.
Wer heute aktiv antifaschistisch handle, so Kühne, werde oft als „rotlackierter Faschist“ diskriminiert.
Landrat Peer Giesecke (SPD) sagte: „Der Hinweis auf den Linksextremismus ist eine Verharmlosung des Rechtsextremismus.
“ Vielmehr müsse man dem Rechtsextremismus die Stirn zeigen. So sei es ein „tolles Gefühl“ gewesen, bei jüngsten
Aufmärschen in Luckenwalde, Ludwigsfelde und Zossen mit anderen den Nazis gegenüberzustehen und Gesicht zu zeigen.
„Zivilcourage“, so der Landrat, „macht Spaß!“ Nun wird aber behauptet, dass die Naziaufmärsche erst durch die
Bürgerinitiative provoziert würden. Pfarrer Andreas Domke fragte als Moderator: „Macht die Erwähnung der
Rechtsradikalen sie erst so stark?“ Der freie Journalist und Kenner der Neonazi-Szene Alexander Fröhlich widersprach:
„Die waren vorher genauso stark.“ Der Norden von Teltow-Fläming gelte nach der Lausitz als stärkste Nachwuchsregion
der Rechtsextremisten.
Unterschiedlicher Auffassung war man, was den direkten Umgang mit Neonazis betrifft. Kühne empfahl, das Gespräch
mit ihnen zu suchen. Fröhlich betonte, dass man lernen muss, für die Demokratie zu argumentieren. Giesecke zweifelte:
„Diese Nazi-Typen haben ihr geschlossenes Weltbild.“ Viel wichtiger sei es, Jugendliche aus ihrer Problemlage
herauszuholen. Er forderte ein Umdenken vom nachsorgenden zum vorsorgenden Sozialstaat. Das koste viel Geld,
weil man schon mit dem Nachsorgen kaum hinterherkomme. (mut)

Zitat ende


hier die durchaus streitbare Äusserung von Thomas Böhm

Zitat:
Die Äußerungen des Landrates Giesecke (SPD) zum Unterschied von Links- und Rechtsextremismus müssen einem schon zu
denken geben. Sind hunderte von angesteckten Autos in Berlin, sind hunderte, verletzte Polizisten in Hamburg, sind
voll beschmierte Bahnhofsgebäude und Häuserwände in ganz Deutschland, sind reale Mordversuche an Polizisten (nicht
etwa als Schriftzug an einer Hauswand) mit Molotowcocktails, alles verursacht durch linke Chaoten, zu verantworten
und zu verharmlosen, wie er es durch seine Äußerungen tut? Ich fordere Herrn Giesecke auf, zu diesen Ausuferungen
und lebensgefährlichen Attacken von Linken in Deutschland gegen Menschen, denn Polizisten sind Menschen, und gegen
fremder Leute Eigentum, klar und deutlich Stellung zu beziehen. Nach seinen Worten ist dies eine Art von
Notwehraktionen der Linken gegen den "übermächtigen Gegner von Rechts"! Jedenfalls scheint es so und wer es
glaubt...! Ich sehe mich jedenfalls eher von links, als von rechts bedroht. Diese paar verwirrten rechten Geister,
gemessen an der Gesamteinwohnerzahl dieses Landes, sind nicht in der Lage, die Demokratie in Deutschland in Frage
zu stellen, oder gar ins Wanken zu bringen, was man von den Linken nun absolut nicht sagen kann. Für diese
Feststellung brauchen wir auch keine Bildungsoffensive. Vielleicht wird der gute Herr Landrat dies schon bei seiner
geplanten, aber noch nicht gesicherten Wiederwahl zum Landrat schmerzlich erleben, wenn er vom Volk gewählt werden
würde. Vielleicht tauscht er dann seinen Sitz im Kreistag mit der „roten Conny“ von der LINKS Partei. Dies würde
KEIN rechter Kandidat schaffen! Die Gefahr ist jedenfalls groß, dass die ehemaligen SED Genossen, nach Instandsetzen
der maroden, am Boden liegenden, ehemaligen DDR, durch Milliarden von DM und € aus der ehemaligen Bundesrepublik,
in neuen Kleidern (die LINKE), wieder nach den Schaltzentralen des Staates greifen wollen, unterstützt von der SPD!
Thomas Böhm Zossen
Zitat ende.

Eine Meinungsbildung in Zossen, auch kontrovers, ist wünschenswert.

Mario Winkelbaum
freier Juornalist für
püppilotta - freie Medien